Tauchen in Hurghada

In der ersten Januarwoche 2009 war ich mit meinem „Buddy“ Georg beim Tauchen in Hurghada. Die Tauchbasis unseres Vertrauens waren die Blue Water Divers. Hierüber möchte ich Euch ein wenig berichten.

Blue-Water-Hafen-Hausriff

Wir hatten einen GPS-Logger dabei und so war es Georg möglich die Fahrwege unseres Bootes, sowie die Tauchplätze mittels Google Earth darzustellen (thanks!). Laut Google Earth ist die Veröffentlichung gestattet.

Hafen und Hausriff der Blue Water Divers.

Am ersten Tauchtag machten wir nur einen Tauchgang, den sogenannten Checkdive. So kann der Tauchguide den Taucher kennenlernen und für den normalen Hobbytaucher ist eine kleine Eingewöhnungsphase sicher auch nicht verkehrt. 

Der Tauchgang war gleich ein kleines Highlight, neben einem riesen Kofferfisch und einem Krokodilfisch haben wir sogar einen buckligen Drachenkopf entdeckt.

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Tag 1: Checkdive bei Sha‘ab Samir

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Tag 2: Sha‘ab Helua und Fanadir Foc Dacht

Am 2. Tag bekam ich in Sha‘ab Helua neben zwei Napoleons auch meinen ersten Delphin zu Gesicht :-). An diesem Tauchplatz war leider Süd- anstatt Nordstömung und so war es dummerweise beim Rückweg anstrengend und nicht beim Hinweg, ausserdem war die Sicht angeblich etwas schlechter als sonst.

In Fanadir Foc-Dacht machten wir einen Drifttauchgang und konnten das Farbwechselspiel eines Oktopus beobachten.

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2009-01-07-Shaab-Adel 2009-01-07-Ham-Ham
Tag 3: Sha‘ab Adel und Ham Ham (Police Station)

Beim Drift-Pickup-Tauchgang in Sha‘ab Adel gab es am 3. Tag neben zwei Muränen gleich vier Adlerrochen zu bestaunen. Unglaublich elegant, wie diese Tiere majestätisch durch das Wasser „fliegen“. Dies ganz allein hätte den Tauchgang schon spektakulär genug gemacht, jedoch dann haben wir einen Leopardenstechrochen gut vergraben im Sand entdeckt. Anfangs waren nur der Schwanz und die Augen gut zu erkennen. Dieses Tier war mit Sicherheit in der Unterhaltungsbranche tätig, denn es wartete bis alle Taucher in der „ersten Reihe“ standen, um sich dann ganz langsam aus dem Sand zu erheben und elegant davon zu schweben. Da waren sogar die Adlerrochen für einen Moment uninteressant, zwei von Ihnen kreisten mit angemessenem Abstand immer noch neugierig um uns herum.

In Ham Ham oder auch Police Station wurde vor dem Einstieg Nord-Süd Strömung gebrieft. Das hatte ich auch vom letzten mal so in Erinnerung, damals war die Strömung so stark, dass man kaum dagegen ankam. Bei einem Drifttauchgang ist das jedoch sehr angenhem, man kann sich einfach treiben lassen. Tja, kaum waren wir unten war klar, an diesem Tag kam die Strömung aus der falschen Richtung. So war Bauch, Beine, Po Training angesagt.

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Tag 4: Abu Ramada Süd und Sha‘ab Quais

In Abu Ramada Süd war neben zwei Muränen auch ein Erg mit einem Riss interessant. Aus diesem Riss trat warmes Wasser aus, darin haben sich auch diverse Fische offensichtlich sehr wohl gefühlt. Das Highlight war jedoch eine Schildkröte auf diesem Tauchgang, wir konnten sie gutes Stück begleiten. Am Ende des Tauchgangs war noch der Rumpf eines Wracks zu begutachten.

Am Tauchplatz Sha‘ab Quais ist ein kaputter Erg mit sehr vielen buten Fischen zu sehen. Der Erg hat einen sehr großen Riss, dass man sogar hindurchtauchen kann. Bei einem benachbarten Erg kann man aus einiger Entfernung die Form eines Pferdes erkennen. Die interessantesten Fisch-Funde waren ein Drachenkopf und ein Krokodilfisch.

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Tag 5: Banana Reef West und nochmal Ham Ham

Tag 5 begann mit einem Tauchgang westlich vom Banana Reef. Der Kapitän „warf“ uns direkt über einem Erg und ankerte dann am Banana Reef. Das Banana Reef selbst haben wir dabei kaum zu Gesicht bekommen, denn als wir am Boot ankamen, war es schon wieder Zeit zum Auftauchen. Wärend des Tauchgangs konnten wir miterleben, wie eine Muräne aus der Tiefe kam und sich in Ihrer Höhle verkroch. Die Muräne kam gerade von der Jagd und man konnte noch zwei Arme eines Oktopus aus dem Maul hängen sehen.

Den zweiten Tauchgang machten wir aufgrund eines ganz netten Wellengangs wieder am Ham Ham, da der Tauchplatz relativ gut vor dem Seegang geschützt ist. Im Gegensatz zum ersten mal (Tag 3) tauchten wir deutlich flacher. Der Tauchplatz hinterließ so einen ganz neuen Eindruck. Neben zwei freischwimmenden Muränen und Großschulen-Meerbarben gab es auch einen Barrakuda zu sehen. So ein Barrakuda wirkt aus einiger Entfernung ganz ähnlich, wie ein „handelsüblicher“ Hecht.

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Tag 6: Sha‘ab Saiman und Ras Disha

Die Sonderfahrt zu Sha‘ab Saiman begann etwas früher als üblich, da es eine lange Fahrt bis zum Tauchgebiet ist. Anfangs war auch noch nicht sicher, ob man den Tauchplatz aufgrund des Seegangs überhaupt betauchen kann. Das Tauchgebiet hat kein schützendes Riff zum offenen Meer hin, und so ist es an neun von zehn Tagen nicht möglich hier zu tauchen. Es war zwar ziemlich schaukelig, jedoch hatten wir Glück und der Kapitän gab uns grünes Licht für den Tauchgang. Endlich im Wasser erwartete uns ein sehr schöner Korallengarten mit ganz außergewöhnlichen Formen. Die Korallen waren turmartig angeordnet.

Wegen des Seegangs war es etwas mühsam wieder an Bord zu kommen, doch mit Hilfe der Crew kein echtes Problem. Lediglich der Koch hatte so seine Probleme, denn bei dem hin und her war kochen nicht möglich. Deshalb sind wir unmittelbar nach dem Tauchgang weiter gefahren, nach Ras Disha. Hier konnte uns der Koch nun endlich unser Mahl zubereiten. Während dieser Zeit machten wir unseren zweiten Tauchgang. Auf diesem begleitete uns zunächst ein Flötenfisch auf unserem Weg, anschliessend konnten wir eine Muräne gut beobachten. Krönung des Tauchgangs war so etwas wie ein zusammengeknülltes Tempo in einer Koralle. Wir konnten zwar die Zeichen unseres Tauchguides interpretieren (er meinte da sei ein Anglerfisch), jedoch wurde erst später beim Studieren des Fischbestimmungsbuches klar was wir da gesehen hatten - Anglerfische sind echte Tarnungskünstler.

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Tag 7: Fandira Foc und Sha‘ab Pinky

Am letzten Tauchtag fuhren wir zunächst zum Tauchplatz Fandira Foc. Unser Tauchguide Markus versprach für diesen Drift-Pickup-Tauchgang einen Weißspitzen-Riffhai. Sofort nach dem Abtauchen war dort auch das Objekt der Begierde, leider sind dies jedoch sehr scheue Tiere. So kam es, dass der Hai so schnell verschwunden war, dass ihn garnicht alle Taucher gesehen hatten. Der Tauchguide führte uns zu einer kleinen Höhle im Riff, dort sollte sich ein weiterer Hai versteckt haben. Der Guide konnte als einzigster mit einer starken Lampe die kleine Höhle ausleuchten und auch dieser Hai blieb für einige erneut im Dunkeln.

Nach dem leckeren ägyptischen Mittagessen auf dem Boot tauchten wir am Sha‘ab Pinky, erneut ein Drift-Pickup-Tauchgang. Es war eine sehr starke Stömung, und es war kaum möglich an einer Stelle zu verweilen. Glücklicherweise trieb uns die Stömung in die gewünschte Richtung :-). Die Fische flogen geradezu an uns vorbei, oder besser gesagt wir flogen an den Fischen vorbei. Zu sehen gab es neben einer Muräne auch einen wunderschönen Napoleon und einen Adlerrochen.
An dieser Stelle nochmals einen besonderen Dank an unsere Tauchguides Tina und Markus für die wunderschönen Tauchgänge im Roten Meer. Und natürlich auch an meinen Buddy Georg, der immer an meiner Seite war.
Als „Abschuss“ begegnete uns im Hotelzimmer ganz unerwartet noch ein orginal ägyptisches Krokodil.

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